Bienvenue

Hintergrund

Peggy (eigentlich: Marguerite) Guggenheim kam 1898 als dritte Tochter des Unternehmers Benjamin Guggenheim zur Welt, der 1912 beim Untergang der Titanic starb. Sie wollte früh fort aus ihrer Heimatstadt New York, ging mit Anfang zwanzig nach Paris und verliebte sich dort in ihren ersten Ehemann, den Dadaisten Laurence Vail (1891-1968), damals auch bekannt als der „Roi de Montparnasse - der König von Montparnasse“. Mit ihm verkehrte Peggy in Künstlerkreisen, zählte bald Djuna Barnes, James Joyce, Ernest Hemingway und Ezra Pound zu ihren Freunden. Aber die Ehe mit Laurence verlief unglücklich. Nach acht Jahren ließen sie sich scheiden.

Peggy suchte neue Herausforderungen und wandte sich nun selbst der Kunst zu, zunächst als Galeristin, dann als Sammlerin und Mäzenin. Sie unterhielt zahlreiche Liebesaffären zu berühmten Künstlern und war schließlich vor die Herausforderung gestellt, nicht nur ihr eigenes, sondern auch das Leben ihrer Familie und vieler befreundeter Künstler zu retten, darunter Max Ernst und André Breton. Durch ihre großzügigen Spenden an das Rettungskomitee um den Amerikaner Varian Fry in Marseille ermöglichte sie darüber hinaus vielen weiteren Menschen die Flucht. Genau diesen herausfordernden Zeitraum rund um den Beginn des Zweiten Weltkriegs erzählt meine Romanbiografie.

Nach dem Krieg kehrte Peggy Guggenheim nach Europa zurück und bezog den alten Palazzo Venier dei Leoni am Canal Grande, wo man auch heute noch ihre wunderbare Sammlung sehen kann. Sie ist Zeugnis des mutigen Einsatzes dieser Frau, die nicht nur die berühmten Kunstwerke von u.a. Picasso, Klee, Miro, Dalí, Brancusi und Arp rettete, sondern auch zahlreiche Menschen.

Dekoration